© 2010   TIAMATdruck GmbH, Luisenstrasse 69, 40215 Düsseldorf, Telefon 0211-379400, Fax 0211-3840368, mail@tiamatdruck.de  Designed by Jörg Peter Wiedenhöfer                                                        Amtsgericht Düsseldorf HRB 31025 USt-IdNr. 169593611 Offsetdruck Digitaldruck Grafik und Design Bildbearbeitung Weiterverarbeitung Lieferservice Die heutige              hat eine bewegte Geschichte. Hier ist nun der Versuch, diese Geschichte in einer sehr verkürzten und bestimmt nicht vollständigen Form zu erzählen. Aber, ... Geschichten müssen erzählt werden, damit sie nicht vergessen werden! 1981 gründeten Piet Wiedenhöfer und Marina Jeske in Neuss, Ortsteil Speck-Wehl das Neusser Druckerkollektiv. Firmensitz wurde eine Holzbaracke, die wir uns mit Marinas Vater,  einem Baggerunternehmer teilten. Geheizt wurde mit Kohleöfen  (wenn das mal erlaubt war...) und da der Fußboden aus Holz  bestand, wackelten bei jedem Schritt die beiden Druckmaschinen  gewaltig. Im Sommer war es drinnen prima heiß, wie das eben bei  einem Flachdach mit schwarzer Dachpappe ohne Isolierung sein  kann. Da wurden dann schon mal die Farbdosen in den Kühlschrank  gestellt, damit das Drucken überhaupt noch möglich war, bei  teilweise 28 grad Celsius Raumtemperatur. Die ersten Jobs waren Flugblätter für die Neusser und  Düsseldorfer Hausbesetzerszene, für die örtliche DFG-VK, linke Gruppierungen usw. Schwerpunkt sollte  neben dem korrekten politischen Engagement der aktive Umweltschutz in unserer Druckerei sein. Schon  damals wurden alle anfallenden Chemikalien fachgerecht entsorgt und wir waren eine der ersten  Druckereien, die konsequent Drucksachen auf Recyclingpapieren produzierte. 1983 zogen wir in unseren  heutigen Standort nach Düsseldorf um. Der Name Neusser Druckerkollektiv passte nun nicht mehr zu uns  und von nun an firmierten wir als TIAMATdruck Kollektiv. Schnell vergrößerte sich das Kollektiv. Jeder  Kollektivist wurde Miteigentümer an der Firma und den Produktionsmitteln und es gab keinen Chef. Wir  alle wollten gemeinsam über unser Arbeitsleben entscheiden, alle bekamen den gleichen, kleinen aber  selbstverdienten Lohn. Zwei mal pro Woche traf sich das Kollektiv zur berühmt-berüchtigten  Kollektivsitzung. Dann blieb die Druckereitür geschlossen, die werte Kundschaft hatte gefälligst zu Warten,  bis wir fertig waren. Und natürlich auch dann, wenn sich das Kollektiv geschlossen auf einer wichtigen  Demo befand, blieb die Türe zu. Wir hatten die Gleitzeit der Ladenöffnungszeiten erfunden! Nach  turbulenten Jahren löste sich das Kollektiv 1991 selbst auf und wurde dann die TIAMATdruck GmbH. Die  Rechtsform der Druckerei hatte sich geändert, der politische Anspruch und das miteinander Umgehen in  der Arbeitswelt natürlich nicht. Denn fast alle ehemaligen Kollektivisten machten in der neuen alten  Druckerei weiter, nun als selbstgewählte Angestellte mit vermeintlich geregelter Arbeitszeit und festem  Einkommen. Demnächst wird diese Kurzform unserer Geschichte fortgesetzt. Es ist außerdem geplant, eine ausführliche "Langfassung" mit "zeitgenössischen Dokumenten" ins Netz zu stellen. Düsseldorf, im April 2011 Interesse an mehr? Rasante Berg- und Talfahrt eines Kollektivs". Artikel aus dem Jahr 1984. In der Zeitung für Selbstverwaltung "CONTRASTE" erschienen. "Über einige Probleme in der Zusammenarbeit mit den Grünen" ebenfalls erschienen in "CONTRASTE" Zeitdokumente? Gescannte Protokolle  unserer berüchtigten und legendären Kollektivsitzungen, Jahrgang 1988 / 1989 sind wieder im Netz! Donnerstag, 22. Mai 1986